1904 wurde auf Veranlassung von Männern aus Margetshöchheim am 04.06.1904 in der Gastwirtschaft Kempf (später Gastwirtschaft Krone) die Turngemeinde Hettstadt e.V. 1904 gegründet. Der Bürgermeister Götz empfing Franz und Georg Endres mit den Worten: „Na was wollt ihr denn ihr Buben.“ Auch Pfarrer Nadler stand dem Verein kritisch gegenüber, da er mit nackten Sportlerknien nicht einverstanden war und Unzucht witterte.

1907 zur Fahnenweihe waren 14 Vereine erschienen. Der Verein zählte inzwischen ca. 35 Mitglieder. Einige Gründungsmitglieder gingen nach Würzburg, um die Turnsprache zu erlernen und sie weiter zu vermitteln.

1910 wurde die Sängerriege gegründet.

1912 war der erste Auftritt der Sängerriege bei der Hochzeit von Franz Siedler (Gründungsmitglied). Beim 14. Bayer. Turnfest in Würzburg errang die Turnriege den 3. Platz und bekam eine Sonderbelobigung vom Prinzen Ludwig von Bayern verliehen.

1914 war das 10jährige Stiftungsfest geplant, fand aber wegen des I. Weltkrieges nicht statt. Von 1914 – 1918 ruhte der Verein, der Turnbetrieb ging jedoch weiter.

1924 zeigte sich der Verein mit einem großem Turnfest erstmals wieder der Öffentlichkeit. Der Verein kaufte ein Grundstück am Point.

1926 wurde dieser Platz für den Kindergarten benötigt. Im Tausch mit der Gemeinde bekam der Verein den Platz an dem heute die Schule steht.

1928 errang Josef Siedler beim Kreissportfest für die Leichtathleten den 2. Platz.

1929 begannen überwiegend Schüler und Arbeitslose mit dem Fußballspielen. Es kam zur Aufnahme der 1. Fußballmannschaft. Der Sportplatz lag am Moosig (an der Straße nach Roßbrunn).

1930 errang die Turnriege beim Landesturnfest in Regensburg den 1 Platz.

1932 gründete Lehrer Beck den DJK Verein. Durch den Machtwechsel 1933 schlief dieser Verein wieder ein. Der Sportplatz der TGH war im Greußenheimer Loch und wurde durch Bürgermeister August Götz gefördert und fertiggestellt.

1933 wurde der Verein durch die damaligen politischen Machtinhaber mit 142 Mitgliedern aufgelöst. Das Vereinsvermögen bestand aus dem Turnplatz und den Turngeräten. Dieses Eigentum ging zur Verwahrung an die Gemeinde Hettstadt über, bis sich wieder ein Verein bilden würde.

1934 wurde der Fußballspielbetrieb am Greußenheimer Loch wieder aufgenommen. Die TGH wurde nach Schwierigkeiten mit der Gemeindeverwaltung und den Parteiorganen in den derzeitigen Verein umbenannt.

1938 wurde der Turn- und Sängerbetrieb durch die NSDAP verboten und ruhte bis 1946. Auch der Fußballbetrieb wurde eingestellt, da die meisten Spieler zum Krieg eingezogen wurden. Viele ließen im II. Weltkrieg ihr Leben oder blieben vermisst

1940 wurde das zuvor vermisste Turnerpferd gehäutet im Wald gefunden und einige Frauen trugen danach neue Handtaschen mit sich. Lehrer Theuerkaufer legte auf dem Turngelände mit Maulbeerbäumen eine Seidenspinnerkultur an, um im Krieg das Material für die Fallschirme beizusteuern.

1945 verbrannte die erste Vereinsfahne durch den Beschuss von Amerikanern.

1946 bürgerte sich in der Gaststätte Heinrich Götz, im Volksmund als Veitl bekannt (später Gaststätte Engel, Inh. Seidenspinner), das Fußballstammlokal ein.

1949 gliederte sich die Sängerriege wieder an. Beim Fußball nahm eine Seniorenmannschaft den Spielbetrieb auf.

1950 leistete Vorstand German Sendelbach wieder erste aktive Arbeit, der Verein wächst.

1951 brachte er genügend Geld durch ein Sängertreffen zusammen, um eine neue Vereinsfahne zu kaufen.

1952 mit Hilfe der Amerikaner wurde durch Initiative von German Sendelbach der Sportplatz im Greußenheimer Loch ausgebaut. Dabei wurde das Spielfeld gedreht und von Süden nach Norden ausgerichtet. Die Fahnenweihe wurde mit einem großen Fest gefeiert.

1953 Gründung und Aufbau einer neuen Turnersparte. Die Gründungsmitglieder der alten Turnerriege wurden geehrt, Eugen Hubert erhielt den Ehrenvorsitz. German Sendelbach tritt wegen einer Meinungsverschiedenheit zurück. Erhard Hubert wird neuer Vorstand.

1955 fand auf der Lösers Wiese das 50 jährige Stiftungsfest mit großem Festprogramm, u. a. mit einem Schauturnen statt.

1956 ging das Erbe der Turngemeinde an die Sportgemeinschaft über.

1958 blüht die Turnerriege durch Moritz Keller erneut auf. Der Platz in der Scheune des Vereinswirtes war nicht der richtige Platz und so flaute nach zwei Jahren die begonnene Turnerei wie­der ab, bzw. wurden diesmal die Männer zur Bundeswehr eingezogen.

1958 wurde der Antrag zum Turnhallenbau gestellt. Jedes Mit­glied sollte sich mit 50 DM beteiligen und zusätzlich 10 Bausteine kaufen. Die Umzäunungsarbeiten auf dem Sportplatz begannen.

1960 die neue Vereinssatzung ist im Entwurf fertig. Die SG darf den Schulgymnastikraum der Gemeinde, unter der Bedingung nutzen, dass die Sportgeräte der SG der Schuljugend zur Verfü­gung stehen.

1961 legte der Vorstand Günther Götz einen neuen Finanzie­rungsplan für den Turnhallenbau vor, mit 15.000 DM Eigenmittel. Die SG hat mit der Jugend und 3 Frauen eine Größe von 167 Mitgliedern erreicht.

1962 der Trennung zwischen Sängern und Fußballern wurde nicht stattgegeben. Die Turnjugend wurde ins Leben gerufen.

1963 der Waldsportplatz wurde um eine Geräte – und Umkleide­halle erweitert, dabei eine 100m-Aschenbahn angelegt. Es wur­den erneut Überlegungen zu einem Turnhallenbau angestellt..

1964 findet die 60 Jahrfeier statt. Die Mitgliederzahl betrug 192, die Änderung der Satzung wurde endgültig verwirklicht.

1965 wurde auf Beschluss der Vorstandschaft die Turnerjugend gegen ihren Willen, nach nur 4 jährigen Bestehen wieder aufge­löst. Grund waren stetige Schwierigkeiten mit der Schulleitung H. Göbel, angeblich wegen Unordentlichkeit in den Turnräumen.

1968 die Flurbereinigung stellte ein Gelände zur Verfügung. Der Vorstand Max Götz und sein Stellvertreter Hans-Dieter Siedler arbeiteten Pläne zur Erstellung einer Sportanlage mit Turnhallen­bau aus.

1972 endlich wurde eine Gymnastikabteilung mit 40 Frauen in den Verein (spaltete sich später wieder ab) integriert.

1973 wurde mit den Bauarbeiten der Freisportanlage unter dem Vorstand Hans Dieter Siedler angefangen und 1974 fertiggestellt. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Sportheimbau begonnen. In etwa 10.000 Arbeitsstunden gingen freiwillige HelferInnen ans Werk. Die Wanderabteilung wurde gegründet.

1977 fand die Einweihung des Sportheimes und Freisportgelän­des statt. In diesem Jahr wurde eine neue Gymnastikgruppe ins Leben gerufen.

1982 dem deutschen Lied war die erste Veranstaltung in der neuen Herzog-Hedan-Halle gewidmet. Mehr als 1000 SängerIn­nen aus 26 Vereinen waren zum 70. Geburtstag der Sängerriege der SG gekommen. Der Verein zählte inzwischen 9 Abteilungen, hinzu kamen Ballett und Karate.

1982 nahm der Vorstand Helmut Papst mit seinem Team die Planung und im gleichen Jahr den Bau von 3 Tennisplätzen und den Umbau des alten Sportplatzes im Greußenheimer Loch in Angriff.

1983 wurde die Kinderturnabteilung mit 2 Gruppen gegründet und natürlich durfte auch eine Handballabteilung nicht fehlen. Aufgrund der räumlichen Möglichkeiten wurde die Tischtennis­abteilung gegründet. Die ersten aktiven Spiele fanden schon ohne Gründung von 1949-1953 statt.

1984 zur Freude der jungen Tennisabteilung konnten drei neue Plätze übergeben werden. Die Rasenfläche und der Umgriff am Sportplatz Greußenheimer Loch wurden neu angelegt und von einer Aschenbahn umrahmt. Toller Auftakt für das 80jährige Stiftungsfest. Der Verein zählte 657 Mitglieder.

1987 feierte die Sängerriege ihr 75-jähriges Bestehen.

1990 endlich gibt es Mutter- und Kindturnen für die ganz Kleinen

1992 wurde die Karateabteilung reaktiviert, Mutter und Kind Turnen, Kinderturnen, Jazzgymnastik und die Herrengymnastik gegründet.

1994 der Verein zählte 800 Mitglieder in neun Abteilungen. Das 90jährige Stiftungsfest wurde gefeiert.

1999 noch einmal wurde die eingeschlafene Karateabteilung wiederbelebt und Leichtathletik für Kinder ins Leben gerufen. Das 95jährige Stiftungsfest wurde gefeiert.

2000 der N`Joy Jugendkulturtag wird zum ersten Mal unter der Mithilfe von Bürgermeister Eberhard Götz gefeiert, mit Beteili­gung sämtlicher Kinder- und Jugendabteilungen der SGH.

2004 hat der Verein stolze 1193 MitgliederInnen und 14 Abteilun­gen